Sie haben einen extra Raum im Krankenhaus, in den sie die Kinder tagsüber von 9 bis 16Uhr holen. Es ist wirklich total schön, mit vielen Spielsachen und einer gemütlichen Atmosphäre, das krasse Gegenteil der Krankenstationen, die für deutsche Verhältnisse einfach nur furchtbar sind!
Das größte Problem dort sind die Babys ohne Familie. Die meisten wurden von der Polizei auf dem Müll gefunden, oder die Mutter ist nach der Geburt einfach verschwunden. In Afrika ist es aber so, dass sich die Mütter oder die Familie um die Kranken kümmern. Wenn man das nicht hat, ist man echt verloren.
Daher kommt es oft vor, dass diese Babys von 16Uhr nachmittags bis zum nächsten Morgen um 9 weder gewickelt noch gefüttert werden. (mit viel Glück ist manchmal eine andere Mutter dazu bereit, es ab und zu zu füttern)
Eines dieser Babys ist Enock. Er war zu früh geboren, schon 2 Monate alt aber nur 2000g schwer. Als ich mit einer Freundin hinkam und ihn sah, wurde mir sofort klar, dass er nicht mehr lange leben würde. Er war inzwischen so schwach und dehydriert, dass er weder die Augen öffnete, noch sich irgendwie bewegte.
Meine Freundin, Phyllis, die Waisenbabys bei sich aufnimmt und schon 9 Babys hat, beschloss, dass sie ihn zu sich nehmen möchte. Da das aber wegen rechtlichen Dingen eine Weile dauert, beschloss ich, dafür zu sorgen, dass Enock solange überlebt.
Also ging ich jeden Tag früh morgens und abends ins Krankenhaus, um ihn zu versorgen. Manchmal hatte ich echt angst, dass ich ihn tot auffinden werde wenn ich am Morgen komm, denn er bekam auch noch Fieber und es ging ihm wirklich schlecht.
Mit genug Flüssigkeit und regelmäßigerem Trinken, ging es ihm jedoch langsam wieder besser.
Letzten Freitag dann, konnte Phyllis ihn endlich zu sich nehmen. Das war ein
Jetzt ist Enock schon ½ Woche bei Phyllis und hat sich schon prächtig erholt!
Lob und Dank sei unserem Herrn!!!
Danke für all eure Gebete!
Es sind noch viel mehr Babys dort, denen es wegen der Situation dort echt schlecht geht. Also betet weiter, dass sie ein gutes Zuhause bekommen!